Das Geheimnis strahlenden Lächelns![[Keine Beschreibung eingegeben]](http://s282308936.online.de/files/bleaching_weiss.jpg) So individuell wie wir Menschen sind auch unsere Zähne und damit
verbunden deren Farbe. Ob weiß, grau oder eher gelblich wir haben auf
die ursprüngliche Nuance leider keinen Einfluss. Wohl aber auf die
Spuren, die beispielsweise Kaffee, Tee, Nikotin oder auch Medikamente im
Laufe der Zeit hinterlassen und die zu einem Verlust der natürlichen
Zahnfarbe führen. Wenn die Zähne nach und nach ihren Schimmer verloren
haben, ist das kein Grund, das Lachen zu verlernen.Denn durch das so genannte Bleaching können verfärbte oder nachgedunkelte Zähne ästhetisch aufgehellt werden.
Dabei wird der Zahnarzt zunächst die Zähne eingehend untersuchen und
gründlich reinigen, bevor er mit Hilfe eines speziellen Gels den
Verfärbungen "zu Leibe rückt". Für die Aufhellung - und das ist das
schöne und schonende - muss kein Zahn
abgeschliffen werden; die Zahnsubstanz bleibt uneingeschränkt erhalten.
Aus diesem Grund bereitet auch eine erneute Auffrischung keinerlei
Probleme, die unter Umständen nach mehreren Jahren und dem erneuten
intensiven Konsum farbstoffreicher Lebens- und Genussmittel dem Glanz
erneut auf die Sprünge helfen kann.
Zahnverfärbungen auf den Grund gegangen
Zahnverfärbungen können recht unterschiedliche Ursachen haben.
Bisweilen sind es bestimmte Erkrankungen, Nebenwirkungen mancher
Medikamente oder es sind bei einer Verletzung des Nervens im Zahn
Blutfarbstoffe in die Zahnsubstanzen eingedrungen. Auch Füllungen – vor
allem bei Zahnwurzelbehandlungen – können die Farbe eines Zahnes
beeinflussen. Diese Art von Verfärbungen nennt man "intrinsisch" - von
innen kommend.
Aber auch von außen – „extrinsisch“ – können Verfärbungen entstehen.
Farbstoffe aus Nahrungs- und Genussmitteln dringen im Laufe der Zeit in
die Zahnsubstanz ein. Es entstehen die gelblich-bräunlichen
"Altersverfärbungen". Die üblichen Verdächtigen sind hier am Werk:
Kaffee, Tee, Cola, Rotwein und Tabak. Viele Verfärbungen entstehen
aufgrund oberflächlicher Ablagerungen, was letztendlich nur der Zahnarzt
feststellen kann. Hier hilft eine geeignete Reinigung. Im Handel sind
hierfür aggressive, scharfe Zahnpasten erhältlich. Ihre Verwendung zu
Hause birgt allerdings gewisse Risiken, da der Zahnschmelz
davon bei zu häufigem Gebrauch und zu hohem Anpressdruck bei der
Zahnpflege geschädigt werden kann. Eine bessere Alternative: die professionelle Zahnreinigung.
Der Zahnarzt bzw. die Prophylaxeassistentin entfernt dabei alle harten
und weichen Anlagerungen auf den Zähnen. Anschließend werden sämtliche
Zahnoberflächen poliert und mit einem Fluoridlack versehen. Der Patient
erhält weiterhin zahlreiche Informationen für eine optimale häusliche
Zahnpflege. Also eine schonende und gleichzeitig sehr wirksame
prophylaktische Maßnahme.
Bleaching – Vielfalt statt Sicherheit?
Wie geht man am besten vor? Das hängt natürlich in erster Linie von
der Ursache der Verfärbungen ab. Werden die Zähne in einer Praxis
behandelt – das sogenannte Office bleach – wirken konzentrierte
Aufhellungsmittel, die vom Zahnarzt direkt auf den Zahn
gebracht werden. Die Inhaltsstoffe werden mit Hilfe von Licht
kurzzeitig aktiviert. Das Peroxid zerfällt und der dabei entstehende
aktive Sauerstoff entfaltet unter Reaktionshitze seine Bleichwirkung.
Das Zahnfleisch wird dabei durch entsprechende Abdeckungen geschützt.
Bleichen wie im Schlaf
Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit: Mit Hilfe eines
Aufhellungsgels können Sie Ihre Zähne auch in den eigenen vier Wänden
bleichen. Rund fünf- bis zehnmal tragen Sie das Gel mit einer exakt den
Zahnreihen und besonders dem Zahnfleischrand angepassten Trägerschiene
auf. Der Clou: Sie legen sich dann einfach ins Bett. Die Schiene
verhindert beim sogenannten Home bleach, dass durch das Bleichmittel
Schäden am Zahnfleisch entstehen.
Man nennt diese, von außen angewandten Verfahren, auch externes Bleichen. Wichtig: das Bleichen entzieht dem Zahn
Wasser. Dadurch kann es zu einer Überempfindlichkeit der behandelten
Zähne kommen. Daher sollte unbedingt eine Härtung des aufgehellten
Zahnschmelzes mittels Fluoriden erfolgen.
Internes Bleichen
Neben den äußeren Methoden wird – allerdings nur in Zahnarztpraxen –
das sogenannte interne Bleichen ("walking bleach") durchgeführt. Mit
Hilfe dieser Methode verhilft der Zahnarzt wurzelkanalbehandeten, grau
verfärbten Zähnen mit stärkeren Konzentrationen einer
Wasserstoffperoxid- und/oder Natriumperborat-Lösung wieder zu einem
helleren Farbton. Der Zahnarzt eröffnet dazu das obere Gebiet des
ehemaligen Zahnnervs und bringt die Aufhellungssubstanz für eine gewisse
Zeit dort hinein.
Was kommt mir da in den Mund?
Das seit den 80er Jahren gebräuchlichste Mittel ist Carbamidperoxid. Ein guter Bekannter, „H2N-CO-NH2 · H2O2“ ist Grundlage antiseptischer Mund- und Rachenspüllösungen. Die gelartige Substanz hat keine Nebenwirkungen. Bei
eventuellem Herunterschlucken kleinerer Mengen wurden bislang keine
Schäden beobachtet. Mittlerweile sind neuere Darreichungsformen auf dem
Markt.
Haltbarkeit
Nach den Erfahrungen, die bisher bekannt sind, bleiben aufgehellte
Zähne beim externen Bleichen unterschiedlich lang (3 Monate bis 5 Jahre)
farbstabil. Die Wirkung intern gebleichter Zähne hält meist länger an.
Vorsicht
Gewarnt werden muss vor Bleichmitteln für den Hausgebrauch. Durch die
häufig von Drogerien und dem Versandhandel angebotenen Produkte, welche
ohne zahnärztliche Überwachung und vorheriger Untersuchung benutzt
werden, kann bei unsachgemäßer und vor allen Dingen zu häufiger
Anwendung mehr Schaden als Nutzen entstehen. Besonders das Zahnfleisch
reagiert bei nicht sachgemäßer Anwendung empfindlich. Markenprodukte
zum Aufhellen von Zähnen sind keine Kosmetika sondern Medizinprodukte
nach dem Medizinproduktgesetz; ihre Anwendung darf nur in einer
Zahnarztpraxis oder daheim - unter zahnärztlicher Kontrolle - erfolgen.
QUELLE Initiative proDente e. V.
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